It Don´t Mean A Thing (If It Ain´t Got That Swing)

Meint in etwa: Es hat keine Bedeutung, wenn es nicht den Swing(groove) hat

Ein Liedtitel aus dem Jahre 1931

Komponist: Duke Ellington, Text: Irving Mills

 

Der Lindy Hop, früher auch Jitterbug (Zitterkäfer) genannt, ist ein Paartanz und gehört zur Familie der Swingtänze. Er entwickelte sich Ende der 1920er Jahre aus dem Breakaway, Texas Tommy, Charleston und dem Black Bottom.


Seit den späten 1990er erfreut sich Lindy Hop zunehmender Beliebtheit, und erlebt gerade einen weltweiten Boom und Hype. An den deutschen Unis ist Lindy Hop voll im Trend.


Im Unterricht lernen Leader wie Follower nicht nur Figuren sondern auch Führen und Folgen, Improvisieren, Musikalität, Schritt-Rhythmus Änderungen uvm. Das eigentliche Tanzen aber lernt man nur indem man viel und gerne tanzt, ausserhalb des Unter-richts, auf Tanzparties, mit Freunden und Gleich-gesinnten.

Während der Swingära in den 1930er und 1940er Jahren erreichte Lindy Hop in den USA seine bis dahin größte Popularität und ist der Vorfahre des Rock´n´Rolls, des Jives und Boogie Woogie. Das Epizentrum war der Savoy Ballroom in Harlem, New York, wo die "Schwarzen", die Afroamerikaner, Lindy Hop tanzten. Ein weiterer Hotspot, etwas später, war Los Angeles, u.a. durch Dean Collins. Sein "Tanzstil" verbreitete sich vor allem in der  "weissen" Bevölkerungsschicht an der Westküste. Lindy Hop bzw.

Jitterbug war damals der amerikanische Mode- und Gesellschaftstanz, und ist in vielen Hollywoodfilmen zu sehen.  Auf Youtube kann man viele Tanzszenen aus jener Zeit bewundern.


Lindy Hop ist ein Social Dance. Auf Tanzparties sucht man sich nach einem Lied oder nach zwei Liedern einen neuen Tanzpartner. Das ist üblich, vor allem bei jüngeren Tänzern. Man kann aber auch mit dem eigenen Tanz-partner die ganze Nacht durch-tanzen.

Lindy Hop wird zur Swingmusik der Swing Big Bands und Jazz Orchester der 30er - 50er Jahre getanzt, z.B. Glenn Miller, Duke Ellington, Count Basie, Chick Webb, Harry James, Benny Goodman u.v.a.

Heutzutage gibt es viele neue Bands, die die "alten" Songs covern oder neue Stücke in ihrem Repertoire haben. Auch zu Elektro Swing, Boogie Woogie Musik, Blues, Rhythm´n´Blues, New Orleans Jazz oder Dixieland Jazz kann man abtanzen, swingen und hotten.


Die Charakteristik des Lindy Hops reicht von weich, groovig und elegant bei langsamen und mittlerem Tempo, bis zu sportlich, dynamisch, mit Kickschritten bei schnellen Musikstücken. Akrobatische Figuren werden nur bei Performances getanzt.

Üblicherweise werden keine Figurenabfolgen getanzt, sondern spontanes interpretieren und improvisieren zur Musik ist erlaubt und gewünscht. Somit bekommen Leader wie Follower viel mehr Möglichkeiten und Freiheiten beim Tanzen.